Sachsen

23 Bismarcktürme in Sachsen
Von Berggiesshübel bis Wurzen


Von den 23 Bismarcktürmen auf dem heutigen Gebiet von Sachsen sind noch 18 Türme erhalten.

Abgerissen wurden die Türme in Chemnitz, Frankenberg, Freiberg, Meißen und Zwickau. Die sächsischen Bismarcktürme entstanden zwischen 1896 (Dresden-Plauen) und 1915 (Lützschena-Stahmeln / Leipzig).


Besonderheiten zu den Bismarcktürmen in Sachsen

  • Die Stadt Görlitz, heute auf dem Territorium von Sachsen, lag nach dem Wiener Kongress in Schlesien (preußische Provinz)
  • Der höchste, heute noch existierende Bismarckturm steht in Glauchau
  • in Dresden wurden drei Bismarcktürme errichtet, die heute alle noch erhalten sind
  • mehrere Bismarcktürme stehen heute nur wenige Meter von der Grenze nach Polen bzw. Tschechien entfernt. Es handelt sich um die Bismarcktürme in Görlitz, Markneukirchen und Neugersdorf
  • in Sachsen sind zwei Bismarckturm-Vereine aktiv, in Dresden-Räcknitz und Leipzig (Lützschena-Stahmeln)
  • in Sachsen wurden fünf Bismarcktürme nach dem Standard-Entwurf "Götterdämmerung" von Wilhelm Kreis errichtet (Dresden-Räcknitz, Freiberg, Görlitz, Markneukirchen und Plauen)
  • in Wurzen und Radebeul wurden zwei weitere Türme nach anderen Entwürfen des Architekten Wilhelm Kreis gebaut


Kurzer Geschichtsabriss (Sachsen ab 1806)

Das Gebiet von Sachsen war in den letzten zweihundert Jahren mehrmals Änderungen unterworfen, die ich hier kurz erläutern möchte:

Im Jahr 1806 wurde Sachsen gemeinsam mit Preußen von Napoleon geschlagen. Im Frieden von Posen mit Frankreich (11.12.1806) musste Sachsen (nunmehr als Königreich) dem Rheinbund beitreten und Gebiete an Westfalen abgeben. 1807 erhielt Sachsen den Cottbuser Kreis und das Herzogtum Warschau. 1813 wurde Sachsen zum Kriegsschauplatz und verlor gemeinsam mit Napoleon (Völkerschlacht bei Leipzig). Auf dem Wiener Kongress (1814/15) musste das neue Königreich Sachsen die Niederlausitz mit Cottbus, den Osten der Oberlausitz, den Kurkreis und seine thüringischen Gebiete an Preußen abtreten. Die Lausitz kam zu den Provinzen Brandenburg und Schlesien. Mit Ausnahme des nach dem 2. Weltkrieg zu Sachsen geschlagenen Niederschlesiens und des Gebietes um Torgau waren es im wesentlichen schon die Grenzen, die der Freistaat Sachsen heute hat.

Am 09.07.1945, nach dem 2. Weltkrieg, wurde das Land Sachsen durch die sowjetische Besatzungsmacht neu gegründet und erhielt seine für 7 Jahre geltenden Grenzen. Durch ein Gesetz der Volkskammer am 23.07.1952 wurden Sachsen und die anderen Länder faktisch (nicht rechtlich) aufgelöst. Auf dem Gebiet Sachsens wurden die Bezirke Dresden, Leipzig und Chemnitz geschaffen.

Nach der Wende wurde das Bundesland Sachsen als Freistaat 1990 neu gegründet. Es wurde aus den sächsischen Bezirken Dresden, Chemnitz und Leipzig gebildet, übernahm aus dem zuvor zu Brandenburg gehörenden Bezirk Cottbus die Kreise Hoyerswerda und Weißwasser und gab an Thüringen die Kreise Altenburg und Schmölln ab.



Direktlinks zu den Bismarcktürmen in Sachsen



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