Vom Bismarckturm zum Leuchtturm
Der Bismarckturm in Kamerun
Der Bau dieses Bismarckturmes wurde am 01. April 1899 vom Pflanzungsleiter E. Friederici angeregt. Mit Einverständnis des zuständigen Gouverneurs wurde der Turm auf einem kleinen Plateau auf dem Cap Nachtigal, zwischen Kriegsschiffhafen und Viktoria, errichtet.
Das Baumaterial besteht aus Bruchsteinmauerwerk und Basalt.
Der Turmbau wurde hauptsächlich durch einen großen Zuschuss des Kaiserlichen Gouvernements finanziert.
Der Turm wurde vermutlich 1903 zu einem Leuchtturm umgebaut (s. o. rechts, Wetterfahne trägt Schriftzug "1903").
Die zwei 10 m hohen Türme waren durch ein Mittelgeschoss, das als Durchgang diente, miteinander verbunden. Über den westlichen Turm war der Aufstieg über eine Wendeltreppe möglich. Von hier aus gelangte man im zweiten Obergeschoss in ein rundes Turmzimmer. Im 3. OG lag der Wohnraum für den Leuchtturmwärter (ab 1903). Der Ostturm diente als Vorratsspeicher.
An der Südseite, über dem nach unten hin triumphbogenartig abschließenden Mittelgeschoss, war eine Bronzetafel mit Bismarckwappen und Bismarck-Wahlspruch
angebracht (gestiftet von J.H. und H. Menk aus Hamburg).
Der Bismarckturm wurde noch 1965 als Leuchtturm genutzt.
Der Turm ist im Juni 2004 noch erhalten. Er wird seit Jahren nicht mehr als Leuchtturm genutzt. Die ehemalige Wendeltreppe wurde vor vielen Jahren durch eine Eisenleiter ersetzt.
Der Standort des Turmes liegt im militärischen Sperrgebiet. Das Bauwerk ist im Mai / Juni 2004 vom Urwald zugewuchert und nur über den Seeweg zu erreichen.
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Dank an Florian Hoffmann aus Dossenheim für Infos. Dank an P. Ruge aus Kaltenkirchen für Bildkopie unten links. Dank an Torsten Steinberg aus Porta Westfalica für die Wiederentdeckung des Turmes, Fotos und aktuelle Informationen!
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