"Schutzturm gegen Sozialismus"
Der Bismarckturm in Auleben
Amtsvorsteher O. Schlieckmann aus Auleben regte im Jahr 1904 den Bau dieses Bismarckturmes an. Der aus Naturstein gebaute Turm mit quadratischem Grundriss (3,8 m x 3,8 m) wurde als Aussichtsturm ohne Feuerschale konzipiert.
Als Standort wählte man einen Berg über dem Fürstenholze des Gutsbezirks Auleben. Der Entwurf stammt von Maurermeister Ruhland jun. aus Heringen a. d. Helme, der auch die Bauausführung übernahm.
Als Baumaterial wählte man weißliche Sandsteinquader.
Am 01.09.1905, dem Tag der Einweihung, hielt Amtsvorsteher O. Schlieckmann, Gutsbesitzer in Auleben, die Einweihungsrede. Auszug aus der Rede:
"Der Turm bilde symbolisch eine Schutzwehr für den äußeren Feind, aber auch gegen den Inneren, den Sozialismus, der gefährlicher ist als der andere, ...[ ]. Seien wir einig, denn nur Einigkeit macht stark. Das walte Gott."
Auf der Mitte des gleichen Berges war bereits im Jahr 1904 ein Platz auf den Namen "Kaiser Wilhelmsblick" angelegt worden.
Über eine Sandsteintreppe mit 41 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform mit Geländer. Über dem Eingang war früher ein Bismarck-Medaillon, gefertigt vom Eisenhüttenwerk Maegdesprung im Harz, angebracht, welches nach Angaben von Günter Kloss/Sieglinde Seele ("Bismarck-Türme und Bismarck-Säulen", Michael Imhof-Verlag Petersberg 1997) im Jahr 1990 nicht mehr vorhanden war. Im September 2005 wurde ein neues Bismarck-Medaillon angebracht (s. Foto oben).
Der Bismarckturm steht heute auf einem privaten Flurstück. Besitzer der Turmes ist
Walter Wehling, Steinerstock 5, 99765 Auleben.
Die Jubiläumsfeier (100 Jahre Bismarckturm) fand am 01.09.2005 statt.
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