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Update: 02.07.2008
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Sachsen-Anhalts ältester Bismarckturm Der Bismarckturm in Quedlinburg Der Bau dieses ältesten Bismarckturmes in Sachsen-Anhalt wurde vom Stadrat Vogler bereits im Jahr 1894, also noch zu Bismarcks Lebzeiten, angeregt. Entworfen wurde der Turm vom Stadtbaurat Gaul aus Quedlinburg als Aussichtsturm ohne Feuerschale. Als Standort wählte man den damaligen Bleicheberg (ab 1895 Bismarckhain, 215 m über NN). Als Baumaterial für den Turm mit rundem Grundriss wurde Granit- und Kalksteine gewählt. Über eine Steintreppe mit 83 Stufen ist die Aussichtsplattform erreichbar. Über dem Eingang wurden die Inschrift "BISMARCKTHURM" und ein Bismarck-Relief, darüber am Turmschaft noch das Stadtwappen von Quedlinburg angebracht. Nach dem 2. Weltkrieg wurden alle Hinweise auf Bismarck entfernt. Der Bismarckturm wurde in "Johannisturm" umbenannt. Bis ca. Mitte der 1970er Jahre war der Turm noch begehbar. Dieser wurde nach Blitzschlag und unterlassenen Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Spitze des Turmes wurde entfernt. Das dem Bismarckhain benachbarte ehemalige Hospital St. Johannis wurde 1957 enteignet. Zu den Besitztümern des Hospitals zählten damals der Bismarckhain mit -Turm, der Hospitalfriedhof St. Johannis, eine Quelle sowie die Hospitalgebäude, Johanniskapelle und -kirche. Die beschriebenen Bauwerke sind vom Hain durch eine Straße getrennt. Bis auf die Kapelle, die Kirche und das Pfarrhaus wurde 1957 alles Eigentum der Stadt. Der Johannisgemeinde bzw. dem Ev. Kirchspiel, in dem die Gemeinde am 01.01.1998 aufging, ist es in den letzten Jahren gelungen, eine Rückübertragung ihres Eigentums durchführen zu lassen. Somit ist das Ev. Kirchspiel auch wieder Eigentümer des Bismarckturmes. Nach der Sanierung des Turmes in den Jahren 1993/94 wurden die Turmspitze (jetzt: spitzes Metalldach) und die Inschrift "Bismarckthurm" wieder angebracht (s. Fotoausschnitt oben). Der Turm ist verschlossen und in desolatem Zustand (Stand 2008). Die steinerne Brüstung am Umgang ist komplett weggebrochen. Die Steine der abgebrochenen Brüstung wurden im Jahr 2002 im Bauhof der Stadt zwischengelagert. Aussichtsmöglichkeiten vom Turm: Richtung Norden: Die Wohngebiete "Kleers" und "Brockenblick" sowie der Sandsteinfelsen Lehof. Richtung Westen: Das Panorama der Altstadt und der Neustadt. Gut zu erkennen sind die Kirchtürme und Stadttürme sowie der Schlossberg. Richtung Süden: Blick auf die Bebauung der Süderstadt, welche vor 1945 entstand. Richtung Osten: Blick auf die Bebauung der Süderstadt, welche zu DDR-Zeiten entstanden ist. Im Hintergrund sind die Seweckenberge mit der Seweckenwarte, einem weitereren Aussichtstum, zu sehen. Link Google Maps (Wegbeschreibung) Dank an Christian Hoppe aus Quedlinburg für umfangreiche Infos, Dank an Kerstin Lucklum aus Jena für die Fotos aus dem Jahr 2004! Link: www.lucklum.de / Dank an Ralph Männchen für aktuelle Infos + Foto vom Oktober 2005 (unten links)! |
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