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Update: 02.05.2010
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Rundturm mit Ehrenhalle Der Harzklubverein regte den Bau dieses teuersten Bismarckturms in Sachsen-Anhalt im Jahre 1905 an. Der Oberbürgermeister von Halberstadt, Herr Dr. Oehler, griff die Idee des Harzklubvereins auf. Am 16.05.1905 wurde in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass am Blankenburger Kopf ein Bismarckturm errichtet wird. Seit 1894 war Otto von Bismarck Ehrenbürger der Stadt Halberstadt. Es wurde ein Bismarckturm-Komitee gegründet und Spendengeld für den Turmbau gesammelt. Vorsitzender des Komitees war der 1. Bürgermeister Dr. Gerhardt. Als Standort des Aussichtsturmes mit Feuerschale wählte man einen westlichen Ausläufer des Spiegelberges (Blankenburger Kopf, 170 m ü. NN) aus. Der Entwurf für diesen Bismarckturm stammt von Stadtbaurat Adolf Köhler aus Halberstadt. Die Steinmetzmeister Hermann Dreier und Maurermeister Römert aus Halberstadt bauten den Turm unter Aufsicht des Bauleiters Regierungsbauführer Schnaß. Die Bauarbeiten gestalteten sich schwierig, da Baumaterial und Wasser bis zum Bauplatz auf dem Blankenburger Kopf transportiert werden mussten. Am 22.03.1907 konnte die Einweihung des Turmes erfolgen. Baubeschreibung Der aus Halberstädter Sandstein und Beton (Innenkern) gebaute Turm war 22 Meter hoch und hatte einen Durchmesser von 10 Metern. Über eine Freitreppe erreicht man den Turmeingang in Form eines wuchtigen Portals, in dessen Giebel ein Bismarckwappen angebracht ist. Oberhalb des Portals war der Schriftzug "BISMARCK" zu lesen. Am oberen Rand der Ehrenhalle war die Umschrift "So lang' noch deutsche Eichen im deutschen Walde steh'n, zu lesen. Über der Aussichtsplattform erhebt sich auf fünf wuchtigen Säulen ein halbkugelförmiger Kuppelbau mit aufgesetztem runden Feuerbecken (Durchmesser 2,25 m). Dieser Kuppelbau war ursprünglich rundum mit Eichenlaubgehängen aus Kunstguss (Material: Halbedelmetalle und getriebenes Kupferblech) versehen. Geschichte des Turmes Die erste Befeuerung fand am 01.04.1907 statt, da das Brennmaterial am Tag der Einweihung witterungsbedingt nicht entzündet werden konnte. Im Jahr 1923 wurde in Zeiten der Hochinflation Teile des Eichenlaubgehänges entwendet. Der Rest des Gehänges wurde daraufhin abgenommen und eingelagert (Verbleib heute unbekannt). Nach dem 2. Weltkrieg waren das gusseiserne Geländer der Aussichtsplattform sowie die gusseiserne Wendeltreppe zerstört worden. Marode war zudem der eiserne Ringanker, der die Plattform zusammenhielt. Im Jahr 1965 plante man, den Turm in eine Schul- und Volkssternwarte umzubauen. Dieser Gedanke wurde aber wieder verworfen. Kurz darauf wurde das Bauwerk in "Turm des Friedens" umbenannt. Eine Sanierung der Schäden war bisher nicht erfolgt. Nach der Wende wurde der im Eigentum der Stadt Halberstadt befindliche Turm im Jahre 1992 unter Denkmalschutz gestellt und etwa zur gleichen Zeit wieder in „Bismarckturm“ zurückbenannt. Von den Hinweisen auf Bismarck am Turm war 1995 (Quelle: Sieglinde Seele, Mannheim) nur noch das Bismarck-Wappen vorhanden. Die Inschriften wurden nicht erneuert. Das Bauwerk steht im Naherholungsgebiet "Spiegelsberge". Öffnungszeiten: Links Dank an Sieglinde Seele aus Mannheim für Informationen! Dank an Kerstin Lucklum aus Jena für Fotos aus dem Jahr 2004! Link: www.lucklum.de / Dank an Ralph Männchen für aktuelle Infos + Fotos aus dem Jahr 2005! Dank an Rolf Albrecht Behrends für ergänzende Informationen und Fotos. |
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Entwurf Bismarckturm Halberstadt 1905/1906 (bei der Ausführung in Details geändert)
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