Update: 29.04.2005
Grundstück vom Rittergutsbesitzer
Der Bismarckturm in Neustettin

Angeregt wurde der Bau dieses Bismarckturmes am 30.09.1907 vom Konserativen Verein und dem Tischlermeister Renchel aus Neustettin. Als Standort wählte man Burgwerder am Streitzigsee. Rittergutsbesitzer Dennig hatte das 900 m² große Grundstück auf dem Burgwerder am Streitzigsee der Stadtverordnetenversammlung kostenlos angeboten. Die Stadtverordnetenversammlung nahm dieses Angebot an und ließ 1910 den Bismarckturm aus Feldsteinen bauen.

Regierungsbaumeister Schäfer aus Neustettin entwarf den Aussichtsturm mit Feuerschale. Der viereckige Turm verjüngt sich nach oben und besitzt einen runden Aufbau mit Feuerbecken. Die Bauausführung erfolgte durch Baugewerksmeister Gert Duske aus Neustettin.

Über dem Eingang im Sockelbereich des Turmes wurde die Inschrift "BISMARCK" angebracht. Über eine Innentreppe war die Aussichtsplattform erreichbar.

Das Feuerbecken wurde mit Holz befeuert.

Am Tage der Einweihung (31.03.1911) wurde der Turm unter großer Beteiligung der Bürger aus Neustettin und Umgebung der Stadt übergeben.

Günter Kloss und Sieglinde Seele ("Bismarck-Türme und Bismarck-Säulen", Michael Imhof Verlag Petersberg 1997) fanden den Turm im Jahr 1992 in saniertem Zustand vor. Die Inschrift war herausgeschlagen und weiß übertüncht.

Der Bismarckturm ist ganzjährig geöffnet (Stand: März 2005). Die Aussicht auf den See ist mittlerweile durch Baumbewuchs eingeschränkt.

Polnische Version dieser Seite (Dank an Marek Moson aus Wroclaw/PL für Übersetzung)

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Dank an Dr. Jürgen Lux aus Schönaich (www.rummelsburg.de) und an Rainer Klinger aus München

Notgeld mit Motiv Bismarckturm Neustettin
Notgeld der Stadt Neustettin 1922
Foto Bismarckturm Neustettin September 2004 [Foto: Rainer Klinger, München]
AK-Motiv Bismarckturm Neustettin