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| Update: 26.10.2004 | ||||
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Entwurf und Standort kurzfristig geändert Der Bismarckturm in Culm Der Ostmarkverein und der Alldeutsche Verband regten den Bau dieses Bismarckturmes im Jahr 1903 an. Der königliche Kreisbauinspektor Rambeau erhielt für seinen Entwurf (s. Bild oben) vom Oberpräsidenten in Westpreußen und dem Regierungsinspektor in Marienwerder die Zustimmung zur Ausführung. Rambeau entwarf einen Rundturm in Form der deutschen Ordensburg in Schwetz. Standort des Turmes sollte Culm-Althausen sein. Aus unbekannten Gründen wurde das Projekt kurz vor Baubeginn gestoppt. Erst knapp 6 Jahre später sollte ein Entwurf eines anderen Architekten (nicht bekannt) an einem anderen Standort in Culm (heute: Szosa Grudziadzka, bei der Firma "Helvetia Furniture" nah der Landstraße 1) ausgeführt werden. Als ausführender Baumeister fungierte der Maurer- und Zimmermeister Wilhelm Frucht aus Culm. Am 30.03.1909 begann der Turmbau mit quadratischem Grundriss. Als Baumaterial für den als Aussichtsturm mit Feuerschale konzipierten Turm wurden Granitfindlinge aus dem Kreis Culm verwendet. Die Feuerpfanne des Turmes, die auf einem runden Aufbau eingelassen wurde, wurde von der Eisengießerei Gustav Peters in Culm hergestellt. Über eine Innentreppe gelangte man zur Aussichtsplattform. Die erste Befeuerung wurde am Tag der Einweihung (19.08.1909, nach anderer Quelle 18.08.1909)) vorgenommen [Beschreibung der Feier s.u.] Über dem Eingang wurde die Inschrift "BISMARCK", ab dem 10.05.1912 ein bronzenes Bismarck-Medaillon, gestiftet vom Landgutbesitzer Richard Bremer aus Zergartowice, angebracht. Der Turm wurde 1920/1921 abgetragen. An gleicher Stelle wurde ein Freiheitshügel errichtet (nicht mehr vorhanden, seit November 1998 Gedenktafel). ____________________________________________________________________________ Der Verlauf der Feier wird hier als typisches Beispiel einer nationalistisch und patriotisch geprägten Einweihungsfeier der damaligen Zeit wiedergegeben. Die Beschreibung der Feier: Laut dem Journalisten der u.a. Zeitungen war der 19. August 1909 ein Tag der großen deutschen patriotischen Manifestation. Um 19 Uhr brachen vom Markt aus alle deutschen Verbände und Organisationen mit ihren Fahnen, Schüler des Gymnasiums und auch Einwohner von Culm und des Kreises zum Bismarckturm auf. An Ort und Stelle begann die Feier mit dem Gedankensgebet und dem Lied „Himmel loben ewiger Ruhm“ an. Die Rede hielt Oberstleutnant Dewitz einer der Initiatoren vom Bau des Turmes. [...] Nach dem Singen der Hymne übergab Oberstleutnant Dewitz dem Landrat Dr. Lohr den Turmschlüssel. Nach feierlicher Eröffnung des Turmes wurde in der Feuerschale ein Feuer entzündet, dessen Flammen von weitem zu sehen waren. Man sang noch „Deutschland, Deutschland über alles“ und andere patriotische Lieder. Danach begaben sich die Vertreter der Stadtbehörden und alle Gäste zum Bahnhof, wo sie vom Bürgermeister Eugen Liebetanz begrüßt wurden. Pastor Richard Boeckler hielt eine Rede. Abschließend wurden zahlreiche Glückwunschtelegramme vorgelesen. Reichskanzler Theobald Bethmann-Hollweg erhielt ein Telegramm. Der Kanzler beantwortete das Telegramm und gratulierte den Beteiligten aus Anlass der Unterstützung von deutscher Tradition. Die Feier wurde durch einen Auftritt des Chores „Liedertafel“ und einer Turnschau, die von der Gesellschaft „Turnverein“ vorbereitet worden war, beendet. ___________________________________________________________________________ Quellen (Einweihungsfeier): Culmer Zeitung“, 1909, Nr. 129 / „Die Presse (Zweites Blatt)“, 1909, Nr. 198, Seite 1; Nr. 240, Seite 2 / Westpreußen Jahrbuch, 1997, Nr. 47, Seite 78. Polnische Version dieser Seite ___________________________________________________________________________ |
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