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Update: 03.02.2010
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Flammen über dem Seilersee Im Jahr 1911 bildete sich in Iserlohn ein Ortsausschuss zur Gründung eines Nationaldenkmals auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück (wurde nie verwirklicht). Zur Bismarckfeier am 01.04.1913 beschloss dieser Ausschuss die Gründung eines Bismarckturm-Komitees, um auf der Seilerkuppe oberhalb des Seilersees einen Bismarckturm zu bauen. Innerhalb kurzer Zeit konnten, allein von Bürgern, über 25.000 Mark an Spenden für das als Aussichtsturm mit Feuerschale geplante Bauwerk gesammelt werden. Den Entwurf fertigten Architekt August Deucker und Stadtbaumeister Karl Hoffmann, nachdem das Komitee diesen aus vier eingereichten Entwürfen zur Ausführung bestimmte. Die Bauarbeiten führte die Firma W. Budde (Maurerarbeiten) sowie Ph. Ostermann (Erdarbeiten) durch. Vor Baubeginn kaufte man dem Bauern Westhelle für 3.600 Mark ein 6 Morgen großes Grundstück auf der Seilerkuppe ab (das Gelände gehörte bis 1929 der Stadt Hemer). Um den besten Standort des Turmes auf der Seilerkuppe herauszufinden, baute man ein hölzernes Turmmodell auf. Am 06.09.1914 konnte mit dem Bau des Turmes begonnen werden. Zwecks Wasserversorgung bei den Bauarbeiten wurde auf der Seilerkuppe ein Brunnen gebohrt. Das Baumaterial Grauwacke wurde unterhalb der Baustelle (Steinbruch an Gut Magney) gebrochen. Das Portal und die Außenwände des Feuerbeckens wurden aus Basaltlava hergestellt. Beschreibung: Über eine Steintreppe mit 44 Stufen und eine steinerne Wendeltreppe mit 13 Stufen erreicht man die Aussichtsplattform. Eine Treppe von der Eingangshalle nach unten (12 Steinstufen) führt zum Vorratsraum im Kellergeschoss. Geschichte: Im 1. Weltkrieg wurde der Turm (bis zum 11.11.1918) als Standort für eine Flugwacht zweckentfremdet. In den Jahren 1924 - 1933 sorgte der Iserlohner Friedrich Kirchhoff dafür, dass die Feuerschale jährlich zu Ehren Bismarcks entzündet wurde. Im 2. Weltkrieg (ab 1940) wurde das Bauwerk von der Deutschen Wehrmacht als Richtfeuerstelle genutzt. Nach dem Krieg diente er als Funkleitstelle für die britischen Militärs. Erst im Jahr 1955 konnte er für alle Besucher als Aussichtsturm freigegeben werden. In den Jahren 1956 und 1957 wurde die steinerne Schale zum vorläufig letzten Mal befeuert. Nach einer dringend notwendigen Sanierung im Jahr 1968 konnte das Bauwerk wieder als Aussichtsturm, erstmalig mit einer kleinen Restauration, genutzt werden. Der Turm wurde in den Folgejahren nur unregelmäßig geöffnet, so dass das Liegenschaftsamt der Stadt Iserlohn seit 1982 nach einem Turmbetreuer suchte. Im Jahr 1988 meldete sich die Iserlohnerin Ute Remus nach einem Aufruf, die den Turm bis zum Jahr 1995 betreute und regelmäßig öffnete. Bis zu 5.000 Besucher bestiegen den Turm daraufhin jährlich. Im Jahr 1990 wurde das 75. Jubiläum des Bauwerkes in großem Rahmen gefeiert (7.500 Besucher). Am Turm wurde eine Gedenktafel, gestiftet vom Iserlohner Kreisanzeiger, angebracht. Bürgermeister Fritz Fischer entzündete in den Abendstunden des 31. März 1990 die Feuerschale (Gasbetrieb). Im Herbst 1991 wurden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt (u.a. wurden die Fugen außen neu verputzt). Ab 1995 verzichtete die Stadt Iserlohn auf eine Turmbetreuung. Der Turm wird seitdem nur sporadisch geöffnet. Zum 90. Jubiläum wurde der Bismarckturm vom Aktionskreis Pater Beda am 01. April 2005 geöffnet. Der Bismarckturm Iserlohn wurde im Frühjahr 2008 Standort einer Relaisfunkstelle für Amateuerfunk (DARC Iserlohn). Dazu wurden auf der ehemaligen Feuerschale Sonnenkollektoren angebracht. Jörg Traut aus Hemer (Aktionskreis Pater Beda) öffnet den Bismarckturm Iserlohn von Frühjahr bis Herbst am ersten Sonntag eines Monats jeweils von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Stand: 2009). Links DARC Iserlohn (mit aktuellen Luftbildern vom Bismarckturm) Schlüsselausgabe für Gruppen (gegen 10 € Pfand) bei der Stadtinformation Iserlohn (Tel.: 02371/02371/217-1820, Fax: 02371/217-1822). |
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| Foto einer Schautafel (Luftaufnahme) der Wanderwege zum Iserlohner Bismarckturm.
Man kann den Turm am besten über den Wanderweg A2 (ab Hotel "Vier Jahreszeiten) vom "unteren" Seilersee oder über den Wanderweg A1 (Autobahnende A 46, Parkplatz am Baumarkt) erreichen. Karte: Stadt Iserlohn |
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