Update: 26.01.2010

Die Feuersäule der Firma Otto
Der Bismarckturm in Bochum-Dahlhausen

Der Turm entstand aus rein privater Initiative des Geschäftsführers der Firma C. Otto & Co., Dr. Gustav Hilgenstock, der die Säule durch seine Firma nach dem Entwurf der Duisburger Firma Gebrüder Kiefer bauen ließ. Der Standort der Säule lag unmittelbar oberhalb der Dahlhauser Firma C. Otto.

Eine Grundsteinlegung fand nicht statt. Als Baumaterial brach man Sandsteinquader aus dem firmeneigenen Steinbruch.

Die Feuerschale (vierteilige gusseiserne Pfanne) wurde mit Benzol befeuert, welches aus Fässern im Turminnern zur Flammenschale hochgepumpt wurde. Der Gesamtpreis für die 1,35 m hohe und 2,8 m im Durchmesser große Pfanne incl. Becken betrug 1.400 Mark. Die Feuerschale war über eine Außen-Eisentreppe erreichbar.

Die sehr hell leuchtende Flamme soll ca. 7-8 m Höhe erreicht haben. Pro Befeuerung wurden 1.600 Liter Benzol im Wert von 250 - 300 Mark verbraucht.

Unter dem Gesims war die Inschrift "BISMARCK" in vergoldeten Buchstaben, darunter das Bismarck-Wappen in Stein angebracht.

An der Vorderseite des Turmes war in einer Nische ein Reliefportrait aus Bronze des Firmengründers Dr. C. Otto angebracht.

Die zur Einweihung der Säule noch selbstständige Gemeinde Dahlhausen wurde 1929 der Stadt Bochum angegliedert.

Der Turm wurde im Jahre 1941 teilweise abgebrochen, um diesen im 2. Weltkrieg als Flakstellung zu nutzen. Der vollständige Abriss erfolgte 1945.

Auf heutigen Landkarten findet man die Dahlhauser Feuersäule am Ende der Straße "Am Walde" noch als Ruine verzeichnet. Im Jahre 2001 fanden sich allerdings nur noch wenige Steine, die auf ein früheres Vorhandensein der Feuersäule hindeuteten.


Links

Google Maps

Google Earth