Update: 26.01.2010

Der Bau des Bismarckturms ist angeordnet!
Der Bismarckturm in Bad Salzuflen

Der Amtshauptmann Theodor Heldman, der das Amt Schötmar von 1897 - 1907 führte, deutete die Anregung der deutschen Studentenschaft zur Errichtung von Bismarcksäulen in einem Schreiben von 1899 als "Anordnung" um. Er machte sich u.a. in mehreren Zeitungsinseraten für den Bau eines Bismarckturmes stark. Kurze Zeit darauf schlossen sich Bürgermeister Schüller und alle Mitglieder des Gemeindeausschusses seinem Anliegen an und gründeten ein "Gesamtkomitee für den Bau eines Bismarckturmes auf dem Vierenberg" unter Vorsitz des Landrates Heldman.

Durch Spenden von Bürgern, insbesondere durch Leberecht Hoffmann, Firmenchef von Hoffmann's Stärkefabriken, wurde der ca. 12.000 Mark teure Turm finanziert.

Man wählte allerdings nicht den Einheitsentwurf von Wilhelm Kreis, sondern beauftragte den Baurat Böhmer aus Detmold als Architekten, der einen wuchtig wirkenden Turm mit wehrhaftem Charakter (schießschartenähnliche Öffnungen) entwarf. Die Bauarbeiten wurden von Architekt Hanke aus Lage ausgeführt; die Maurerarbeiten übernahm Maurermeister Hofmeister aus Schötmar.

Der Turm hat einen quadratischen Grundriss. Als Baumaterial wählte man behauenen Sandstein, welcher in einem nahe gelegenen Sandsteinbruch gewonnen wurde. Zur Hintermauerung wurden Ziegelsteine verwendet. An der Südseite des Turmes wurde der Name "BISMARCK" in vergoldeten Metallbuchstaben von ca. 1 m Größe angebracht.

Der Bismarckturm wurde durch acht kleine, längliche Pfannen von je 1,5 m Länge befeuert, die auf die obere Balustrade gestellt wurden. In diesen Pfannen wurde pyramidenartig mit Petroleum getränkter Torf geschichtet und entzündet. Mit dem Ergebnis (Flammenhöhe über 5 m, Brenndauer über 5 h) war man zufrieden (Stand: 1906).

Nach 1945 richteten die Amerikaner eine Funkstation im Turm ein.

Das Bauwerk wurde auf Initiative des Ortsausschusses, der Kulturringes und der Heimatfreunde Wüsten im Jahr 1999 grundlegend saniert (neue Eingangstür, Geländer und runde Aussichtsplattform, finanziert von der Sparkasse Bad Salzuflen) und im August 1999 wiedereröffnet.

Mitte 2003 wurde der Bismarckturm wegen Einsturzgefahr (bröckelnde Fassade) für Besucher gesperrt. in der zweiten Hälfte des Jahres 2004 wurde der Turm für 60.000 EURO saniert. Die Wiedereröffnung fand am 11.01.2005 statt.


Öffnungen: Jeden ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober durch die Heimatfreunde Wüsten. Über den Gastwirt des Berggasthofes Hollenstein ist der Schlüssel zu den Öffnungszeiten entleihbar.


Links:

Turmbesteiger.de

Luftbilder auf fotodrachen.de

Berggasthof Hollenstein (Öffnungszeiten)

Google Maps

Google Earth


Wegbeschreibung:

Autobahn A 2 Abfahrt Herford/Bad Salzuflen (Nr. 29). Von dort auf die B 239 in Richtung Bad Salzuflen fahren. Nach 3,6 km links abbiegen in Richtung Bad Salzuflen/Schötmar
Nach 1,8 km rechts abbiegen in die Wasserfuhrstraße. Nach 600 m links in die Heltmannstraße abbiegen. Von dort nach 4,1 km links abbiegen in die Vierenbergstraße.
Nach 60 m ist links ein Trampelpfad (Schild: Privatweg) erkennbar. Diesem folgt man ca. 5-7 Minuten geradeaus bis zum Turm.

AK Motiv Bismarckturm Bad Salzuflen
AK Motiv Bismarckturm Bad Salzuflen um 1980
AK Motiv Bismarckturm Bad Salzuflen