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Update: 16.01.2010
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| Die Feuersäule der Technischen Hochschule Der Bismarckturm in Stuttgart Der Bau des Turmes wurde zwischen 1898 und 1901 von der Studentenschaft der Technischen Hochschule in Stuttgart initiiert. Es wurde ein Bauausschuss gewählt (den Vorsitz hatte der Student Schäfer von der Technischen Hochschule Stuttgart). Man entschied sich für den von der deutschen Studentenschaft preisgekrönten Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis. Als Bauplatz wählte man den Gähkopf (409 m über NN) mit guter Aussicht auf das Stuttgarter Stadtgebiet und guter Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Das Grundstück wurde den Studenten von der Stadt Stuttgart kostenlos zur Verfügung gestellt, nachdem Baumeister H. Nagel den Platz als "für geeignet" befunden hatte. Finanziert wurde der Turmbau durch Spenden. Die Studentenschaft veranlasste Geldsammlungen und organisierte Schauspiele und Vorträge. Einige namhafte Stuttgarter Firmen spendeten Geldbeträge für das Bauwerk. Erst im Jahr 1904 waren genug Geldmittel vorhanden, um den Bau zu auszuführen, nachdem man bereits am 14. November 1902 den Grundstein gelegt hatte. Als Bauleiter des Turmbaus war Architekt und Regierungsbaumeister Karl Heim aus Stuttgart tätig. Die Bauausführung oblag Baumeister Heinrich Nagel aus Stuttgart. Als Baumaterial verwendete man grauen Sandstein (Keupersandstein). Am Säulenschaft der Stadtseite (Südseite) wurde ein steinernes Reichadlerrelief angebracht. Am Sockel unten wurde die Inschrift "AUSGEFUEHRT/VON DEM BAUGESCHAEFT/H. NAGEL" in den Stein gehauen. Auf den 4,2 x 4,2 m breiten Turmkopf wurde eine quadratische Feuerschale von 1,5 m Seitenlänge aufgesetzt. In dieser Feuerschale wurde ein Gemisch aus Teer und Petroleum verbrannt. Dem Feuer wurde durch ein ausgeklügeltes Röhrensystem Luft zugeführt, was zu einer Flammenhöhe von 3-5 m führte. Am Abend des 16. Juli 1904 wurde die Säule - nach dreimonatiger Bauzeit - eingeweiht. Erstmals wurde das "Höhenfeuer" auf der Turmspitze entzündet. Anschließend folgte ein Fackelzug der Studenten in die Innenstadt. Der Turm mit einem quadratischen Sockel von 13,6 x 13,6 m und einer Mauerstärke von 1,13 m wurde als Feuersäule und Aussichtsturm genutzt. In den Folgejahren fand jeweils zur Sonnenwende eine studentische Bismarckfeier am Turm statt, bei der die Feuerschale entzündet wurde. 1928 erhielt der Bismarckturm eine neue Funktion: Durch Einbau eines Wasserbehälters wurde aus der Feuersäule ein Wasserturm. Nach Informationen von Sieglinde Seele aus Mannheim wurde - vermutlich zu dieser Zeit - an der Stadtseite am Sockel eine Inschrifttafel in Bronze mit dem Wappen des Freistaates Württemberg (1922-33 gültig) mit der Inschrift: "ERRICHTET/1904/VON DER/STUDENTENSCHAFT DER TECHNISCHEN/HOCHSCHULE STUTTGART./HÜTTENWERK WASSERALFINGEN" angebracht. In den 50er Jahren wurde der Bismarckturm verschlossen. Trotz einer Sanierung in den 80er Jahren wurde der Turm weiterhin nicht geöffnet. Seit 1994 verhinderten aufgestellte Gitter (Teile der Fassade waren abgestürzt) die direkte Annäherung an den Turm. Das denkmalgeschützte Bauwerk wurde von 2001 bis Sommer 2002 für 620.000 € saniert. Das obere Drittel des Turmes wurde abgenommen und nach konservatorischer Bearbeitung mit dem Ersatz fehlender Steine wieder aufgesetzt. Der Bismarckturm ist seit dem 18.09.2002 wieder regelmäßig zugänglich. In den ersten sieben Wochen besuchten über 3.000 Besucher den Bismarckturm. Die Feier zum 100-jährigen Turmjubiläum fand von Sa., 17.07. bis So., 18.07.2004 im Rahmen einer Großveranstaltung am Turm statt. Zum Turm-Jubiläum im Juli 2004 wurden die Illuminierung des Turmes sowie die Beleuchtung der Außenanlagen in Betrieb genommen. In den Jahren 2003 bis Ende 2009 wurde der Turm von über 47.000 Besuchern bestiegen (42.000 Erwachsene und 5.000 Kinder), dazu kamen zahlreiche Sonderöffnungen für Vereine, Wandergruppen u.a. Im Jahr 2010 soll ein neuer Bismarckturm-Flyer veröffentlicht werden. Öffnungszeiten (jeweils von Ostern bis Ende Oktober): Eintritt: Infoblatt mit Informationen zum Turm als PDF (Download): Bismarckturm-Galerie [hier] Wegbeschreibung / Übersichtskarten [hier] Kugelpanorama von Dr. Ulrich Wild (Download, mit Quicktime-Player abspielbar) Links: Bismarckturm bei Nacht (Fotografie von Christoph Caina) Sendungen mit Bezug zum Bismarckturm: Bismarckturm Stuttgart, Beitrag vom 12.05.2008 bei Regio-TV Stuttgart (www.regio-tv.com)
Dank an Hans-Christian Wieder aus Stuttgart für Infos. Dank an Hans-Dieter Hirschmann aus Haßloch für Fotos. |
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