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Update: 13.04.2008
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| Kalksteinturm am Steinertsberg Die Bismarcksäule in Gera Im Jahre 1899 bildete sich in Gera ein Komitee zur Errichtung einer Bismarcksäule unter Vorsitz des Justizrates Dr. Schmidt aus Gera. Die erste Sitzung des Komitees fand am 08. Juni 1899 statt. Dabei wurde in der zweiten Sitzung ein geschäftsführender Ausschuss gebildet. Eines der ersten zu klärenden Punkte war die Platzwahl für den zu bauenden Turm. Der Geheimrat Schlick führte dazu Verhandlungen mit der fürstlichen Kammer. Bereits am 05. Oktober 1899 stellte Fürst Heinrich XIV. auf dem Hohen Steinertsberg (289,1 m über NN) ein 2.500 m² großes Areal kostenpflichtig (nach anderer Quelle unentgeltlich) zur Verfügung. Das Komitee entschied sich für den von der deutschen Studentenschaft mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis. Die Kosten für den Bauplatz, das Bauwerk sowie für die Herstellung von Wegen und gärtnerischen Anlagen betrugen ca. 30.000 Mark. Diese Finanzmittel wurden durch Spenden in Gera und Umgebung sowie Konzerte aufgebracht. Bauleiter vor Ort für den Aussichtsturm mit Feuerschale war Baumeister Nitzsche aus Gera, ausführender Maurermeister Illner aus Gera. Für das Mauerwerk wurde Kalkstein aus dem Steinbruch des Maurermeisters Illner aus Gera verwendet. Die 90 cm breite Treppe zur Aussichtsplattform wurde aus Granit angefertigt. Am Säulenschaft war ein Reichsadlerrelief mit Bismarck-Wappen (aus wetterfestem Sandstein von Hofsteinmetzmeister Fritz Rühling gefertigt) angebracht. Die Säule hatte eine Sockelbreite von 8,4 m x 8,4 m und eine Gesamthöhe einschließlich Feuerschale von 20,5 m. Die runde, schmiedeeiserne Feuerschale (gefertigt und gestiftet von der Firma Moritz Jahr) hatte einen Durchmesser von 3 m. Diese Feuerschale wurde mit Pech sowie Fassdauben mit Harz befeuert. Dies führte zu einer Flammenhöhe von 3-5 m bei einer Brenndauer von 3-4 Stunden. Vor der Säule wurde ein 3 m x 3 m großes Fackelbecken aus Sandstein aufgestellt. Am Einweihungstag, dem 02.09.1902, wurde das Feuer auf der Säule erstmals entzündet (Brennmaterial: 1 Klafter Pechdauben, 1 Fass Harz, Waldlatten und Hobelspäne). Die Säule wurde nach der Einweihung von der Stadtgemeinde Gera zwecks Unterhaltung übernommen. Die Bismarcksäule war in der Folgezeit vom 01.04. bis 01.10. als Aussichtsturm zugänglich. Im Jahr 1949 wurde der Bismarckturm abgerissen, um Baumaterial für neue Bauernhöfe zu erhalten. Der ehemalige Turmsockel ist im Jahr 2008 noch erkennbar, aber stark beschädigt und überwachsen. Einzelne Steinteile liegen in der Umgebung verstreut. Vor dem ehemaligen Standort befindet sich eine illegale Feuerstelle zum Grillen. Der Turm muss früher eine schöne Aussicht auf Gera und Umgebung geboten haben. Google Maps Link mit ehemaligem Standort Steinertsberg |
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| Kartenausschnitt einer historischen Karte mit dem ehemaligen Standort des Bismarckturms | ||||||
| Wegbeschreibung mit aktuellen Straßennamen (von Ingo Marquardt)
Vom Geraer Hauptbahnhof über die Franz-Mehring-Straße, dann nach links (Straße des Bergmanns), nach rechts in die Dornaer Straße, wieder rechts in die G.-Hauptmann-Straße. Dann links in die Straße Am Steinertsberg. Dieser bis ganz oben folgen, bis der Weg sich teilt. Durch den niedergedrückten Zaun geradeaus durch. Der Weg schlängelt sich erst nach rechts, dann nach links bis zur Spitze des Berges, wo der kleine überwachsene Hügel dann sichtbar wird. |
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| Dank an Hartmut Grossmann aus Gera für ergänzende Informationen! dank an Ingo Marquardt aus Berlin für aktuelle Fotos und Wegbeschreibung! | ||||||