Update: 29.04.2004
Durch sowjetische Armee abgerissen
Der Bismarckturm in Hasselfelde-Trautenstein

Der Bau dieses Bismarckturms wurde - wie auch in Halberstadt - vom Harzklubverein (hier: Zweigverein Hasselfelde-Stiege-Trautenstein) am 30.07.1899 angeregt.

Als Standort wählte man die Karlshaushöhe (626 m über NN), nachdem ein alter Holzturm an gleicher Stelle abgetragen worden war.

Der Aussichtsturm ohne Feuerschale hat einen quadratischen Grundriss und gehört neben dem Turm in Bielefeld zu den beiden Bismarcktürmen aus Metall.

Der Turm wurde von der Maschinenfabrik Carl Reinsch aus Dresden, einem Spezialisten für Aussichtstürme, angefertigt, geliefert und aufgestellt.

Der 20 m hohe Turm besaß vier Zwischenplattformen und eine runde Aussichtsplattform mit Brüstung an der Spitze. Über der ersten Plattform wurde ein bronzenes Bismarck-Medaillon von Bildhauer Eugen Kircheisen aus Hannover mit der Umschrift

"Dem Andenken Bismarcks in deutscher Treue. Der Harzklubverein Braunschweig"

angebracht, welches vom Harzklubverein gestiftet wurde.

Die Kosten des Turmes in Höhe von ca. 3.300 Mark wurden vom Harzklub (2.000 Mark) und den Harzklubvereinen gestiftet.

Das Bismarck-Medaillon wurde 1924 gestohlen, ein Nachguss wurde angefertigt. Am 19.06.1926 feierte man das 25-jährige Jubiläum des Turmes.

Nach dem 2. Weltkrieg verfiel der Turm. Er durfte nicht mehr betreten werden. Ende der 70-er Jahre wurde die Karlshaushöhe eine militärische Schutzzone.

Der Turm wurde im Jahr 1981 von der sowjetischen Armee abgerissen, da er im russischen Sperrgebiet stand.

Am 27.07.1998 wurde an gleicher Stelle ein neuer Aussichtsturm (Carlshausturm) mit zwei Plattformen eingeweiht. Der 50 m hohe stählerne Turm kostete 2,3 Millionen DM.

Foto Carlshausturm