Update: 11.03.2015

Bismarckturm im neoromanischen Stil
Der Bismarckturm in Ingelheim

Bauplanung

Der Bau dieses teuersten Bismarckturmes in Rheinland-Pfalz wurde vom Vorsitzenden der/den rheinhessischen Ortsgruppe(n) des Alldeutschen Verbandes, Kommerzienrat Richard Avenarius aus Gau-Algesheim, einer Nachbargemeinde von Ingelheim, im Frühjahr 1902 angeregt. Durch den (Reichs-)Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes, Rechtsanwalt Heinrich Claß aus Mainz, wurde sofort ein Ausschuss gebildet, der bereits am 01.04.1902 einen Spendenaufruf erließ.

Der Ausschuss wählte im November 1902 den Entwurf "Götterdämmerung" von Professor Wilhelm Kreis als Entwurf zum Bau der "rheinhessischen Bismarcksäule auf der Waldeck" aus, allerdings mit einigen Abänderungen. So sollte die Säule mit einer Höhe von 30 m errichtet werden, um mit dem Niederwald-Denkmal gegenüber zusammen zu wirken. Statt des Reichsadlers am Säulenschaft sollte als Schmuck eine Bismarck-Figur zwischen die beiden vorderen Halbsäulen gesetzt werden. Zudem sollte seitlich der Säule eine durch die Eckpfeiler begrenzte Treppenanlage hochgeführt werden.

Der von Kommerzienrat Avenarius favorisierte Standort Gau-Algesheim fand aber keinen Anklang bei der überwiegend katholischen Bevölkerung von Gau-Algesheim. Deshalb entschied sich der Ausschuss im November 1902 für den Standort auf der Waldeck auf Ober-Ingelheimer Gebiet, nicht weit von dem Standort, den Avenarius vorgeschlagen hatte. Die Gemeinde Ober-Ingelheim stellte den Bauplatz kostenlos zur Verfügung und verpflichtete sich, den dorthin führenden Feldweg auszubauen.

Bis zum Dezember 1904 konnten in Ober- und Nieder-Ingelheim 4.250 Mark an Spenden gesammelt werden, davon 2.750 Mark aus Ober-Ingelheim. Allerdings waren noch lange nicht genug Spenden zusammengekommen, sodass sich der Baubeginn verzögerte. Heinrich Claß rief offensiv zu weiteren Spenden auf. Im Januar 1905 protestierten Gewerbetreibende aus Ober-Ingelheim wegen Nötigung zum Spenden für den Bismarckturm.

Im Juni 1906 wurde vom Planungsausschuss bei einer öffentlichen Versammlung in Nieder-Ingelheim der "Rheinhessische Bismarck-Verein" unter Vorsitz von Heinrich Claß gegründet. Ziele des Vereins waren die Errichtung einer Bismarcksäule auf der Waldeck bei Oberingelheim, die Unterhaltung dieser Säule sowie die Befeuerung derselben an bestimmten Gedenktagen. In die ausliegenden Listen trugen sich 70 Mitglieder ein, darunter Bürgermeister Schätzel aus Ober-Ingelheim, Fabrikant Odernheimer, Bürgermeister Saalwächter (Nieder-Ingelheim) sowie Kommerzienrat Richard Avenarius. In der Sitzung gab Heinrich Claß an, dass nun Spendenmittel in Höhe von 22.000 Mark für den Turmbau zur Verfügung stünden.

Ein halbes Jahr später, im Januar 1907, akzeptierte der Vorstand des Bismarck-Vereins einstimmig den neuen Entwurf von Prof. Kreis, sodass im August 1907 der Mainzer Baufirma Hauswald die Arbeiten übertragen wurden.

Im Frühjahr 1907 betrug die Spendensumme 23.000 Mark, im August 1907 waren bereits 35.000 Mark zusammengekommen. Die geschätzten Baukosten sollten etwa 45.000 Mark betragen. Auf die Anbringung einer Bismarck-Figur, wie im ersten Turmentwurf geplant, wurde verzichtet.

Die Grundsteinlegung erfolgte am Sonntag, dem 18.08.1907 (Jahrestag der Schlacht von Gravelotte vom 18.08.1870). Insgesamt 2.000 Personen nahmen trotz anfänglichen Regenwetters am Festzug teil, der Vereinsvorsitzende H. Claß hielt die Festrede und Direktor O. Deichler verlas die Grundsteinurkunde.

Der Grundstein wurde nur vorläufig gelegt und nicht ins Fundament eingemauert, dies erfolgte erst einige Wochen später. Aus „ästhetischen Gründen“ wurde der Turm 6-8 Meter nach vorne gerückt.

Die Bauarbeiten erwiesen sich allerdings als schwierig, da wegen des unsicheren Untergrundes die Grundmauern drei Mal so tief wie ursprünglich vorgesehen in die Erde getrieben werden mussten. Das verzögerte die Arbeiten und trieb die Kosten in die Höhe.

Im Januar 1908 übernahm Kommerzienrat Avenarius aus Gau-Algesheim von Claß den Vorsitz über den Bismarck-Verein.

Die Schlussrechnung betrug 65.122,70 Mark, dazu kamen noch 2.500 Mark als Honorar für Wilhelm Kreis und einige Folge- und Nebenkosten. Veranschlagt waren zuerst 27.000 Mark (Entwurf Götterdämmerung), später 45.000 Mark Baukosten.


Bauarbeiten

Der Bau wurde von Baumeister O. Hauswald aus Mainz ausgeführt. Als Baumaterial wurden Kalksteine (rustikal behauene Quader) verwendet, die in der Nähe der Baustelle (Westerberg und den Steinbrüchen am Mainzer Berg) gebrochen wurden. Das Mauerwerk wurde im Schichtmauerwerk mit rauer äußerer Sichtfläche ausgeführt.

Bereits im September 1909 war der Bau der Säule so weit fortgeschritten, dass der nicht fertig gestellte Turm für interessierte Besucher im Rahmen einer Volksbesteigung am 05.09.1909 geöffnet werden sollte.

Das Bauwerk war am 01.12.1910 (Datum der Zeitungsmeldung) im Rohbau bis zur Aussichtsplattform fertig gestellt.

Mit der gedrungenen und stumpfen Gestalt des Turmes war man allerdings nicht zufrieden, sodass nachträglich eine auf Pfeilern ruhende Betonkuppel vor dem 23. März 1912 aufgesetzt wurde. Diese bestand aus einer 60 cm dicken, in Bruchsteinen gemauerten Ringwand mit einem Innenradius von 2,7 m. Auf dieser Kuppel wurde oben ein Feuerbecken eingelassen.

Der Bismarckturm war Ende März 1912 vollendet.


Turmbeschreibung

Der 32 m (nach anderen Quellen 27 m – 31 m) hohe Aussichtsturm mit Befeuerungsvorrichtung hat einen quadratischen Grundriss und gliedert sich in vier Geschosse. Die typischen Merkmale der Kreis‘schen Bismarcksäule finden sich bei diesem wuchtigen Bauwerk wieder.

Sockelgeschoss

Dass quadratische Sockelgeschoss  hat eine Höhe bis zu 4,50 m (Nordostseite) mit einer Kantenlänge von 16 m x 16 m.

Das Sockelgeschossmauerwerk wurde auf einem separaten Streifenfundament in einer Tiefe von 1,00 m gegründet. Hangseitig beträgt die Tiefe des Fundamentes allerdings 4,50 m, auf der Eingangsseite 3,00 m.

Das 16 m breite Sockelgeschoss hat auf jeder Seite einen 8 m langen Mittelteil. Die quadratischen Ecken sind durch Vertiefungen vom Mittelteil optisch abgetrennt und dienen als Basen der ab dem 1. Obergeschoss an den Ecken aufsteigenden halbrunden Säulen.

Das vier Meter breite Portal auf der Südwestseite des Turmes ist als Rundbogeneingang mit flankierenden Säulen mit romanischen Kapitellen und Basen angelegt. Axial über dem Eingangsportal kragt der Balkon aus, welcher auf einem vierbogigen Fries abgestützt ist.

Der mittlere Hauptteil der Balkon-Brüstung ist mit einer monolithischen Sandsteinplatte mit dem erhabenen Schriftzug

"ZU /
BISMARCKS /
EHR
"

versehen.

1. Obergeschoss

Oberhalb des Sockelgeschosses erhebt sich, auf jeder Seite 0,50 m zurückgesetzt, das eigentliche Turmmauerwerk mit den ausgeprägten Halbsäulen an allen vier Ecken.

Auf etwa 2/3 Höhe des ersten Obergeschosses sind auf jeder Seite schießschartenähnliche Wandöffnungen von einem Meter Breite und ca. zwei Meter Höhe angelegt.

Das 1. Obergeschoss schließt mit einem mehrstufig gezahnten Gesimsband (romanischer Stil) ab.

Das (Blend-)Mauerwerk des Erdgeschosses hat eine Dicke von 0,50 m, das eigentliche Turmmauerwerk hat eine gleichmäßige Dicke von 1,00 m bis zum Hauptgesims.

Über eine rechtsdrehende Wendeltreppe mit 111 Betonstufen und drei Podesten (nach 25 [hier Austritt auf Balkon], nach 56 sowie 79 Stufen) erreicht man das 2. Obergeschoss.

2. Obergeschoss

Das etwa 2,00 m hohe 2. Obergeschoss ist auf allen Seiten leicht zurückgesetzt und in runder Form unter Beibehaltung der Halbsäulen an allen vier Ecken ausgeführt worden. Auf jeder Seite sind drei nebeneinander liegende Fenster eingelassen.

Das Mauerwerk des 2. Obergeschosses hat eine Dicke von 0,50 m.

Über 13 Stufen einer eisernen, linksdrehenden Wendeltreppe erreicht man durch eine runde Öffnung (Durchmesser 2,00 m) das Laternengeschoss.

3. Obergeschoss (Laternengeschoss)

Die Brüstung des Umganges, welche vertikal auf dem Turmmauerwerk steht, hat einen Durchmesser von 12,20 m. Auf diese Brüstung (mit vier Ausbuchtungen an den Ecken) wurde mittig eine auf acht Pfeilern ruhende Konstruktion mit einer abschließenden Kuppel (Durchmesser 6,20 m) aufgesetzt, welche die Feuerschale trägt.

Die Feuerschale wurde mit Braungrus, welches mit Petroleum getränkt wurde, befeuert.

Das Mauerwerk des Laternengeschosses hat eine Dicke von 0,60 m.

Weitere Angaben

Die Gesamtstufenzahl vom Eingangsbereich bis zum 3. Obergeschoss beträgt 124 Stufen.

Die schlichten Würfelkapitelle der zwei Säulen am Turmeingang sowie der Zahnfries am Abschlussgesims verweisen auf den romanischen Stil des Bauwerkes, der zur Bauzeit als "deutsch" empfunden wurde.


Turmgeschichte

Am 12.05.1912 fand die feierliche Einweihung des Bismarckturms statt, die von Richard Avenarius organisiert worden war. Insgesamt 2000 Besucher, Behördenvertreter, Militär, Bürgermeister, Abordnungen zahlreicher Vereine und Bismarck-Verehrer nahmen an der Feier teil. Der Alldeutsche Verband war durch seinen Vorsitzenden, Rechtsanwalt H. Claß, vertreten. Die Begrüßung des Fest-Publikums erfolgte durch den Vereinsvorsitzenden Richard Avenarius aus Gau-Algesheim, die Weiherede hielt Prof. Gebhard aus Friedberg. Nach der Übergabe des Turmes durch den Bauunternehmer an den Bismarck-Verein wurde der Turm zur Besichtigung freigegeben.

Avenarius und Claß wurden zu Ehrenmitgliedern des Bismarck-Vereins ernannt.

Erst im März 1915 konnten die Baukosten für den Turm vom Bismarck-Verein vollständig beglichen werden. Am 01.04.1915 (Bismarcks 100. Geburtstag) fand am Turm ein kurze Bismarck-Feier statt.

Im Jahr 1917 konnte der Bismarck-Verein eine Kriegsanleihe von 500 Mark aufbringen. Zwischen 1918 und 1924 (genaues Datum unbekannt) wurde der Bismarckturm zugemauert, da alle Türen und Fenster zerstört worden waren.

Um 1925 wurde eine Gaststätte in der Nähe des Turmes errichtet und bei dieser Maßnahme wurden erstmals Ausbesserungsarbeiten am Turm durchgeführt.

Am 05.03.1927 wurde Brennstoff auf den Turm gebracht, um diesen während der Festfahrt des deutschen Touring-Clubs zu illuminieren.

Am 30.03.1930 (zwei Tage vor Bismarcks 115. Geburtstag), am 30.06.1930 um Mitternacht (Rheinlandbefreiung) sowie am 19.07.1930 (Hindenburg-Besuch im Rheinland) wurde das Bauwerk  befeuert.

Im Jahr 1931 (Höhepunkt der Wirtschaftskrise) traten mehrere Mitglieder aus dem immer noch existierenden Bismarck-Verein aus, die Gaststätte hatte zur gleichen Zeit Pächterprobleme. Der Vorsitzende des Bismarck-Vereins, Senatspräsident Hartner aus Darmstadt, legte sein Amt nieder.

In den folgenden Jahren organisierte Pfarrer Scharmann alljährlich Bismarck- und Johannisfeuer auf dem Turm.

Im Jahr 1937 wurde der 25. Jahrestag der Bismarckturm-Einweihung gefeiert. Im Jahr 1942 bat der Bismarck-Verein wegen Geldmangels um Erlass von Steuern.

Bis in den Zweiten Weltkrieg fanden am Turm u.a. Sonnenwendfeste und Bismarck-Gedenkfeiern statt. Am 17.01.1953 wurde der immer noch bestehende Bismarck-Verein liquidiert, das Bauwerk ging mit der Auflage, dass das Bauwerk immer Bismarckturm heißen soll, in das Eigentum der Stadt Ingelheim über.

Nach 1985 wurde eine Bronze-Inschrifttafel mit der Inschrift

BISMARCKTURM /
ERBAUT VOM /
RHEINHESSISCHEN /
BISMARCKVEREIN /
ARCHITEKT /
PROFESSOR WILHELM KREIS /
18.08.1907 GRUNDSTEINLEGUNG /
12.05.1912 EINWEIHUNG /
HÖHE 31 m
"

angebracht.

Seit Dezember 2002 wird der Bismarckturm nach einer Idee von Mario Ziarno und Hubertus Wermann in der Vorweihnachtszeit als Adventskerze umgestaltet.

Am 20. November 2003 erhielt der Bismarckturm in der Vorweihnachtszeit auf Initiative des Vereins "Lebenswertes Ingelheim" eine spezielle Stahlkonstruktion. Die Konstruktion ähnelte einem spitz zulaufenden Sechseck, die in eine "Feuerschale" von zwei Meter Durchmesser auf dem Turmkopf mündete. In dieser "Feuerschale" wurde die 2,50 m hohe Stahlsilhouette einer Kerzenflamme angebracht. Durch starke Halogenlampen wird ein flackerndes Kerzenlicht simuliert ("Ingelummer Kerz").

Im Herbst 2009 gab der Verein "Lebenswertes Ingelheim" eine DVD mit dem Titel "100 Jahre Bismarckturm" heraus. Diese DVD ist für 9 € (+ Porto) immer noch über die E-Mail fbolenz (at) t-online.de erhältlich (Stand: 2012). Die Eröffnungsfeier von 1909 wurde in dem 23-minütigen Film nachgestellt.

Alljährlich wird die „Ingelummer Kerz“ in der Adventszeit aktiviert (Stand: 2012).

Am 12. Mai 2012 wurde der Bismarckturm Ingelheim 100 Jahre alt. Eine spezielle Jubiläumsfeier wurde nicht durchgeführt, ein Vortrag über Bismarcktürme in Rheinland-Pfalz (von J. Bielefeld) wurde in der Gaststätte gehalten.

Im Februar / März 2015 wird das Bauwerk umfangreich saniert, die Kosten betragen voraussichtlich 60.000 - 80.000 EUR.


Öffnungszeiten:
01.04. - 30.09. von 09:00 - 20.00 Uhr
01.10. - 31.03. von 10:00 - 16:00 Uhr

Den Schlüssel erhält man im Bergrestaurant Waldeck am Bismarckturm.


Links

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Ingelheimer Geschichte

Restaurant Pension Waldeck am Bismarckturm


Quellen

- Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 209
- Seele, Sieglinde, Mannheim (Archiv Seele): BISMARCK-TURM von (OBER-)INGELHEIM (Rheinland-Pfalz)
- Henn, Karl Heinz: "Aus fernen Tagen" in: Beiträge zur Ingelheimer Geschichte, Heft 39, Hrsg. von Karl Heinz Henn und Ernst Kähler, Historischer Verein Ingelheim e.V., 1993, S. 149-156
- von Bismarck, Valentin: Bismarck-Feuersäulen u. Türme (unveröffentlichtes Manuskript); Nr. 180 "Bismarck-Feuersäule zu bei Ober-Ingelheim/Waldeck ", 1900 - 1915, 1937 (im Archiv der Burschenschaft Alemannia, Bonn)
- Zeitschrift des Bismarck-Bundes: 4. Jahrgang 1906 (Nr. 7/8, S. 113), 5. Jahrgang 1907 (Nr. 3, S.44; Nr. 12, S. 215), 6. Jahrgang 1908 (Nr. 4, S. 57), 10. Jahrgang 1912 (Nr. 6, S. 77/78)
- Ehrhardt, Max: Bismarck im Denkmal des In- und Auslandes, Thüringische Verlags-Anstalt Eisenach-Leipzig, 1903, "Die Bismarck-Säule (Architekt Kreis) auf der Waldeck bei Ober-Ingelheim"
- Franken, Friedrich K.H.M.: "Kontinuität und Wandel in Leben und Werk des Architekten Wilhelm H. Kreis“, Dissertation Technische Hochschule Aachen, 1996, S. 61-71
- Geißler, Hartmut: "Der Bismarckturm auf der Waldeck" auf ingelheimer-geschichte.de (+ zusätzliche Korrekturen und Ergänzungen per E-Mail im Januar 2012)


Fotos

- Ralph Männchen, Dresden (Mai 2004)
- Hans-Dieter Hirschmann, Haßloch (Dezember 2006)
- Sven Kayser (April 2007)
-
Jörg Bielefeld, Remscheid (April 2008)


ursprünglicher Entwurf
Foto 2007 Bismarckturm Ingelheim, Fotograf: Hartmut Geissler
AK Bismarckturm Ingelheim kopflos 1911