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| Update: 23.04.2006 | ||||
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5.000 Mark Zuschuss von der Sparkasse Die Bismarcksäule in Glogau Pfarrer Weferling aus Gramschütz regte den Bau dieses Aussichtsturmes mit Feuerschale am 15. Oktober 1901 an. Nachdem sich weitere Männer dieser Anregung anschlossen, gründeten die Bismarckverehrer ein Denkmal-Komitee unter Vorsitz von General-Leutnant von Eichhorn aus Glogau. Aus diesem Komitee ging später der Bismarck-Säulen-Verein unter Vorsitz des Direktors Heinrich Steffens aus Zarkau hervor. Dieser Verein sammelte Spendengelder für den Turmbau. Man entschied sich wie in anderen Städten auch für den von der deutschen Studentenschaft mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis, der in Glogau auf dem Gipfel des Gurkauer Berges gebaut werden sollte. Der Standort wurde dem Verein vom Grundstücksbesitzer kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Bismarcksäulen-Entwurf mit quadratischem Grundriss (9 m x 9 m) wurde von Architekt P. Michael aus Glogau nur leicht abgeändert und ausgeführt. Als Baumaterial für den Kern verwendete man Ziegelmauerwerk, der von außen mit Striegauer und grauem schlesischem Granit verblendet wurde. Die Kosten für die 15 m hohe Säule waren mit 28.000 Mark veranschlagt. Als der Bismarckausschuss eine Summe von 23.768,55 Mark zusammengetragen hatte, spendete die städtische Sparkasse den Restbetrag von 5.000 Mark für den Bau der Bismarcksäule. Das Aussehen des tatsächlich gebauten Bismarck-Turmes weicht vom Ansichtskartenmotiv (oben rechts) etwas ab. So weist der Turm kein Bismarck-Relief auf. Im Giebelfeld des Eingangs ist ein Bismarck-Medaillon (s. Foto oben links), gefertigt von der Fa. Gladenbeck und Sohn aus Berlin-Friedrichshagen. Die massive Innentreppe führte bis 2,5 m unter die Aussichtsplattform. Die Feuerpfanne aus Kupfer (Kosten: 600 Mark) auf der Turmspitze erreichte man über eine eiserne Wendeltreppe. Die Feuerschale wurde mit Scheitholz und Petroleum befeuert. Im Jahr 1938 dienten der Turm und das angrenzende Restaurant als Zuflucht für verfolgte Juden. Ein Schweizer namens Zander, dessen Frau Jüdin war, gewährte jüdischen Bürgern Unterschlupf. Die Nazis konnten Schweizer Bürgern die Bedienung von jüdischen Gästen offiziell nicht verbieten. Anfang 1945 wollte die deutsche Kommandobehörde der 72. Infanteriedivision ein eigenes Munitionsdepot in der Nähe des Turmes vernichten. Die sowjetischen Truppen gelangten bei ihrer Besetzung an die Munition und begannen am 18. Februar 1945 mit der deutschen Munition die Beschießung der Festung Glogau. Nach der sowjetischen Besetzung wurde der Bismarckturm gesprengt. Fundamentreste des Turmes sind im Jahr 2003 noch vorhanden. Link: (polnische Seite mit weiteren Fotos der Fundamentreste im Jahr 2003) Externe Bild-Galerie Bismarckturm Glogau Polnische Version dieser Seite (Dank an Marek Moson aus Wroclaw/PL für Übersetzung) __________________________________________________________________________ |
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